
Was kostet eine Ferienwohnungsverwaltung? Modelle, Leistungen, Vertrag
Die kurze Antwort: Eine Ferienwohnungsverwaltung kostet branchenüblich zwischen etwa 10 und 25 Prozent der Mieteinnahmen. Wo eine Verwaltung in dieser Spanne liegt, hängt weniger vom Ort ab als davon, was sie Ihnen tatsächlich abnimmt. Hier erklären wir, welche Modelle es gibt, was üblicherweise enthalten ist, was extra kostet und woran Sie ein faires Angebot erkennen.
Die üblichen Preismodelle
Provision vom Umsatz ist das häufigste Modell: Die Verwaltung erhält einen festen Prozentsatz der Mieteinnahmen. Der Vorteil für Sie: Die Verwaltung verdient nur, wenn Ihre Wohnung gebucht ist, und hat dasselbe Ziel wie Sie – gute Auslastung zu guten Preisen.
Feste Pauschalen pro Monat oder pro Buchung kommen seltener vor. Sie sind planbar, belohnen aber keine gute Vermietung und lohnen sich für Sie vor allem bei sehr hoher Auslastung.
Teil- oder Vollverwaltung: Bei einer Teilverwaltung übernimmt die Agentur meist nur Inserate, Preise und Gästekommunikation – Reinigung, Schlüssel und Reparaturen bleiben bei Ihnen. Die Vollverwaltung kümmert sich um alles, auch vor Ort. Entsprechend liegt die Provision eher am unteren oder am oberen Ende der Spanne.
Was in der Provision meist enthalten ist
- Inserate auf Portalen wie Airbnb und Booking.com erstellen und pflegen
- Preise laufend an Saison, Ferien und Veranstaltungen anpassen
- Anfragen, Buchungen und die Kommunikation mit den Gästen
- Check-in und Check-out, etwa über Schlüsselkasten oder Codeschloss
- Organisation der Reinigung nach jedem Gästewechsel
- Meldescheine und Kurbeitrag für die Gemeinde
- Bewertungen beantworten und die monatliche Abrechnung
Was häufig zusätzlich anfällt
Die Endreinigung zahlt in der Regel der Gast als eigene Gebühr bei der Buchung. Unterschiedlich geregelt sind dagegen Wäsche, Verbrauchsmaterial wie Toilettenpapier und Spülmittel, Reparaturen sowie die Ersteinrichtung mit Fotos. Dazu kommen die Gebühren der Portale, die Airbnb, Booking.com und Co. selbst berechnen – sie sind nicht Teil der Verwaltungsprovision.
Wichtig ist deshalb die Bezugsgröße: Wird die Provision auf die Bruttoeinnahmen berechnet, auf den Betrag nach Portalgebühren oder mit oder ohne Reinigungsgebühr? Zwei Angebote mit demselben Prozentsatz können so unterschiedlich viel kosten.
Ein Rechenbeispiel
Nehmen wir an, eine Ferienwohnung bringt im Jahr 20.000 Euro Mieteinnahmen. Bei einer Provision von 15 Prozent behält die Verwaltung 3.000 Euro, bei 25 Prozent sind es 5.000 Euro. Die Zahlen sind ein reines Rechenbeispiel, keine Preisangabe – sie zeigen aber, warum sich der Blick auf den Leistungsumfang lohnt: Holt eine Verwaltung über bessere Preise und mehr Buchungen nur zehn Prozent mehr Umsatz heraus, sind das in diesem Beispiel schon 2.000 Euro.
Woran Sie ein faires Angebot erkennen
- Transparente Abrechnung: Sie sehen jede Buchung, jede Gebühr und jede Ausgabe.
- Klare Vertragslaufzeit und eine faire Kündigungsfrist.
- Eigennutzung: Sie können Ihre Wohnung selbst nutzen, wann Sie möchten.
- Ortskenntnis: Jemand aus der Region, der bei einem Notfall schnell da ist.
- Meldewesen inklusive: Meldescheine und Kurbeitrag laufen über die Verwaltung.
Und bei Allgäu Living?
Wir nennen bewusst keinen Pauschalpreis, weil jede Wohnung anders ist: Lage, Größe, Ausstattung und bisherige Auslastung entscheiden, welcher Leistungsumfang sinnvoll ist. Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns Ihre Ferienwohnung an und machen Ihnen ein individuelles Angebot ohne versteckte Kosten. Was wir alles übernehmen, sehen Sie unter Ferienwohnung verwalten lassen im Allgäu.
Sie überlegen noch, ob Sie selbst vermieten? Dann hilft unser Vergleich Airbnb selbst vermieten oder verwalten lassen – und was rechtlich dazugehört, steht in Ferienwohnung im Allgäu vermieten.
Häufige Fragen
Was kostet eine Ferienwohnungsverwaltung?
Branchenüblich liegt die Provision einer Ferienwohnungsverwaltung zwischen etwa 10 und 25 Prozent der Mieteinnahmen. Wo eine Verwaltung in dieser Spanne liegt, hängt vor allem vom Leistungsumfang ab: Eine reine Online-Betreuung kostet weniger als eine Vollverwaltung mit Reinigung, Wäsche und Hilfe vor Ort.
Wer bezahlt die Endreinigung?
In der Regel der Gast. Die Endreinigung wird als eigene Gebühr bei der Buchung berechnet und deckt den Reinigungsaufwand nach dem Aufenthalt. Fragen Sie trotzdem nach, ob die Verwaltung darauf eine Provision berechnet oder ob Wäsche und Verbrauchsmaterial extra abgerechnet werden.
Lohnt sich eine Verwaltung für eine einzelne Ferienwohnung?
Oft ja – vor allem, wenn Sie nicht in der Nähe wohnen oder wenig Zeit haben. Eine gute Verwaltung holt die Provision häufig über bessere Preise, mehr Buchungskanäle und gute Bewertungen wieder herein. Ob das bei Ihrer Wohnung so ist, lässt sich im Erstgespräch anhand von Lage, Größe und bisheriger Auslastung abschätzen.
Worauf sollte ich im Verwaltungsvertrag achten?
Auf die Bezugsgröße der Provision (Brutto- oder Nettoeinnahmen, mit oder ohne Reinigungsgebühr), die Laufzeit und Kündigungsfrist, die Regeln für Ihre Eigennutzung, die Abrechnung von Reparaturen und darauf, wer Meldescheine und Kurbeitrag übernimmt.
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